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Ökologische Landwirtschaft

Das Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung

Das Bio-Siegel ist ein Güte- und Prüfsiegel, das dem Verbraucher Klarheit verschafft, dass die Produkte aus ökologischer Landwirtschaft stammen und festgelegte Standards und Auflagen eingehalten werden. Für den Landwirt werden Anreize geschaffen, und es ist ein effektives Marketinginstrument, da es einen hohen Bekanntheitsgrad und Vertrauensvorsprung geniesst.
Seit dem 1.Juli 2010 werden die Produkte zusätzlich mit dem EU-Bio-Logo gekennzeichnet.
Auf einen Blick lassen sich Ökoprodukte von einem Nicht-Öko-Produkt unterscheiden.

Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau

In Deutschland haben sich landwirtschaftlicher Erzeuger, Verarbeiter und Händler ökologischer Lebensmittel im Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW) zusammengeschlossen.
Ziel des BÖLW ist, dass die ökologischen, ökonomischen und sozialen Leistungen der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft in Politik und Gesellschaft angemessen wahrgenommen werden.
Landwirtschaftliche Produkte werden nach gemeinsamen Rahmenrichtlinien erzeugt. Darunter fallen z.B. der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche Mineraldünger, insbesondere Stickstoffdünger, sowie der Anbau vielseitiger Fruchtfolgen.

Siegelübersicht

Biokreis
Der Biokreis ist regional auf Ostbayern ausgerichtet. Sein Schwerpunkt liegt auf dem Direktabsatz
Naturland
Das Ziel von Naturland ist die Förderung des naturgemäßen Anbaus durch die Umsetzung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen in die Beratung. landwirtschaftlicher Betriebe. Naturland war ursprünglich auf Südbayern ausgerichtet.
ANOG
Der Schwerpunkt von ANOG, der Arbeitsgemeinschaft für naturnahen Obst-, Gemüse- und Feldfruchtanbau, liegt auf dem ökologischen Obst- und Gemüseanbau, beinhaltet aber auch Richtlinien für Feldfrüchte und Tierhaltung.
EcoVin
ECOVIN ist ein Zusammenschluss von mehr als 200 Mitgliedsbetrieben, die in Deutschland kontrollierten ökologischen Weinbau betreiben.
Gäa
Gäa (die Göttin der Erde) ist durch die kirchliche Umweltbewegung der ehemaligen DDR entstanden, der regionale Schwerpunkt liegt in den neuen Bundesländern, insbesondere Sachsen.
Ökosiegel
Der regionale Schwerpunkt von Ökosiegel e.V. liegt in Norddeutschland.

Stiftung Ökologie und Landbau

Die Stiftung Ökologie und Landbau ist ebenfalls Gründungsmitglied der AGÖL, jedoch kein Erzeugerverband. Sie fördert Projekte, sammelt Informationen und verbreitet neue Erkenntnisse zum Ökologischen Landbau. Die beiden größten Verbände Demeter und Bioland, die früher auch zur Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau gehörten, arbeiten mittlerweile unabhängig.

Demeter

Demeter steht für die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise. Hierbei wird der landwirtschaftliche Betrieb als geschlossener Organismus gestaltet, in dem die gegenseitige Förderung von Boden, Pflanze und Tier im Mittelpunkt steht. Im Unterschied zu anderen Formen des ökologischen Landbaus werden hier biologisch-dynamische Präparate aus Heilkräutern, Mineralien und Kuhdung eingesetzt und die kosmischen Rhythmen berücksichtigt.

Bioland

Im organisch-biologischen Landbau, für den Bioland kennzeichnend ist, wird der Förderung der Bodenlebewesen für das Wachstum gesunder Pflanzen und der Produktion hochwertiger Nahrungsmittel ein hoher Stellenwert beigemessen.

© A. Rehse

Integrierter Pflanzenbau

Im Integrierten Pflanzenbau werden im Vergleich zum konventionellen Ackerbau neben den ökonomischen Erfordernissen auch ökologische Aspekte berücksichtigt. Hier sollen chemische Mittel erst dann angewendet werden, wenn andere vorbeugende Maßnahmen nicht mehr helfen.
Nicht ganz öko, aber bodenschonend
Das Konzept besagt, dass die Bewirtschaftungsmaßnahmen auf die natürlichen Gegebenheiten abzustimmen sind, so dass Boden, Pflanzen und die natürlichen Ressourcen optimal geschont werden. Gleichzeitig gilt es, typische Landschaftselemente und wertvolle Biotope zu erhalten. Zu den Methoden zählen z.B. biologische Schädlingsbekämpfung durch den Einsatz von Nützlingen, bedarfsgerechte Düngung, bodenschonende Bearbeitungsverfahren und standortangepasste Fruchtfolge und Sortenwahl. Im Gegensatz zum Ökologischen Landbau gibt es jedoch keine verbindlichen Richtlinien, an die sich der Landwirt zu halten hat, so dass hier z.B. keine Garantie für pestizidfreie oder gentechnisch unveränderte Lebensmittel gegeben ist.